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Donnerstag, 14 Dezember 2017
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Wer wir sind...

Die Feuerwehr Linden

Hand aufs Herz, was wissen Sie über die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Linden? Wer sind „die“ eigentlich? Sie fahren mit diesen roten Autos, löschen Feuer, bei Verkehrsunfällen sieht man sie auch – soweit ja klar, aber sonst?

Ahja, sie verkaufen Gulasch auf dem Marienmarkt, einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt gibt es auch… aber wie passt das alles jetzt zusammen?

 

Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr 2006
Das Bild zeigt: einen Großteil der Einsatzabteilung Großen-Linden sowie einige Jugendfeuerwehrmitglieder

 

Die Organisation

Die Stadt Linden ist verpflichtet, Brandschutz und Allgemeine Hilfe in ihrem Stadtgebiet sicherzustellen um so die Bürger – also Sie – vor Feuersbrünsten und anderem Unheil zu schützen. Sie hat dazu die Freiwillige Feuerwehr Linden eingerichtet, diese besteht aus den beiden Stadtteilfeuerwehren Großen-Linden und Leihgestern.

Die Feuerwehr ist also eine Einrichtung der Stadt Linden, wie der Bauhof, die Ordnungsbehörde oder das Einwohnermeldeamt - Somit ist auch klar, wer die Autos, die Schutzkleidung, die Materialien und auch den Lohnausfall (wenn Einsätze in die Arbeitszeit der Feuerwehrleute fallen) zahlt: Nämlich die Stadt Linden! Und genau deshalb kosten die Einsätze in der Regel den Bürger auch kein Geld.

„Freiwillig“ heißt dabei, dass alle Feuerwehrangehörigen ihren Dienst dort neben ihrem Beruf, ihrer Schulausbildung oder dem Studium leisten, und zwar unentgeltlich, sie erhalten für ihren Dienst keinen Lohn.

Es gibt also keine Festangestellten, die in den Gerätehäusern auf Einsätze warten wie in großen Städten, die Lindener Feuerwehrangehörigen kommen von zu Hause, der Arbeit, aus der Schule oder der Uni zum Einsatz. Den Übungsdienst leisten sie in ihrer Freizeit. Momentan sind das zusammen 92 Männer und 7 Frauen, die auf diese Weise die Feuerwehr Linden bilden. Wollen Sie Sie diese Truppe verstärken und ebenfalls aktiv bei uns einsteigen? Nur zu! 

Aber wenn die Feuerwehr es also nicht macht – wer verkauft denn nun das Gulasch?

 

Die Feuerwehr-Vereine

Die Mitglieder der beiden Einsatzabteilungen haben sich in jeweils einem Verein zusammengeschlossen, dem „Freiwillige Feuerwehr Großen-Linden 1891 e.V.“ und dem „Freiwillige Feuerwehr Leihgestern e.V.“

Dies sind Vereine wie der Bouleclub oder der Hundeverein – und im Grunde haben sie mit den roten Autos und dem Feuerlöschen gar nichts zu tun, hätten sie nicht "zufällig" die selben Mitglieder wie die Feuerwehr.

Beide Vereinen dienen dem Zweck, den Brandschutz in Linden zu fördern, sie unterstützen die Feuerwehr also überall da, wo die Stadt nicht verpflichtet ist zu unterstützen. Sie kaufen nützliche (aber eben nicht absolut notwendige) Ausrüstungsstücke, engagieren sich finanziell bei der Jugendarbeit in den Jugendfeuerwehren, verschönern die Feuerwehrhäuser und dienen der Kameradschaftspflege.

Dafür brauchen diese Vereine – wie jeder andere Verein – Geld. Und so erklären sich dann die Stände auf den Lindener Märkten oder die Feuerwehrfeste.

Die größte Einnahmequelle sind aber die Mitgliedsbeiträge, und hier liegt der Unterschied zur gemeindlichen Einrichtung Feuerwehr: Jeder Bürger kann den Vereinen als passives, förderndes Mitglied beitreten und mit seinem Beitrag somit direkt den Brandschutz in Linden unterstützen. Dieser Beitrag liegt im Moment übrigens bei 10 Euro pro Jahr.

Der Feuerwehr-Verein in Großen-Linden hat derzeit gut 400 und der in Leihgestern gut 300 Mitglieder… werden Sie doch das nächste!?

 

Und nun wissen Sie, wer „wir“ sind, und warum wir neben dem Feuerlöschen und Hilfeleisten eben manchmal auch noch Gulasch verkaufen ;o)

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