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Samstag, 21 Oktober 2017
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Gefahrgutübung des Landkreises

In regelmäßigen Abständen treffen sich die GABC-Einheiten aus dem Landkreis Gießen, welche verschiedenste Spezialgebiete im Thema Gefahrgut abdecken, um gemeinsam zu üben. Diese Übung war die erste, in dem der "neue" Dekonzug aus Linden mitwirkte. Zusammen mit der Feuerwehr Leihgestern wird die komplette Dekontamination an einer Einsatzstelle übernommen und betrieben. Der Dekonzug setzt sich aus einem Einsatzleitwagen zum Führen, dem Dekon-P, AB-Dekon mit Wechselladerfahrzeug und einem Löschgruppenfahrzeug zusammen.

In diesem Jahr traf man sich in Gießen, im Europaviertel, um auf einem Betriebsgelände einen Unfall bei der Verladung abzuarbeiten. Bei Beladearbeiten sind zwei Fässer mit flüssigen Ammoniak Leck geschlagen. Gleichzeitigt hat ein Stapler im Hochregallager Päckchen mit radioaktiven Stoffen runtergeworfen.

Die erst eintreffende Feuerwehr musste schnellstmöglich den verunfallten Staplerfahrer retten. Die gerettete Person wurde an den Dekonzug zur Notdekontamination übergeben. Anschließend wurde die gereinigte Person dem Rettungsdienst übergeben.

Parallel nahm die Messgruppe aus Linden und Gießen in der näheren Umgebung Messungen vor.

Die Gefahrstoffgruppe für atomare Lagen kümmerte sich um die radioaktiven Gefahrgüter. Es wurden vor Ort Messungen vorgenommen um sicherstellen zu können ob die Päckchen beschädigt sind und Strahlung austritt. Für den Abtransport wurde die Päckchen in luftdichte Behälter gepackt.

Gleichzeitig kümmerten sich die GABC-Züge Ost und West um das auslaufende Ammoniak. Eine ausbreitung der Flüssigkeit wurde verhindert und diese anschließend aufgenommen.

 

Nachdem die Trupps, welche unter Chemikalienschutzanzügen oder Schutzanzügen für atomare Lagen die Gefahrgüter fachgerecht eingesammelt haben, begaben diese sich zu der Dekontamination.

Mit speziellen Reinigungsmitteln wurden die Trupps fachgerecht dekontaminiert und konnten sich anschließend in den zur Verfügung gestellten Duschen frisch machen.

Nach 3 Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Wir packten unsere Sachen und machten anschließend im Stützpunkt die Fahrzeuge wieder fit, denn nach dem Einsatz ist bekanntermaßen vor dem Einsatz.

 

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