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Samstag, 21 Oktober 2017
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GABC-Zug-Übung bei Veolia in Linden

Am 28.5.2016 übten alle Einheiten des GABC-Zuges des Landkreises Gießen gemeinsam

Übungsszenario: Bei Umladearbeiten von gefährlichen Stoffen in einem Abfallentsorgungsunternehmen kam es zu einem Unfall. Ein Gabelstapler hatte ein Loch in einen mit 1000 Litern Salzsäure gefüllten Behälter gerissen.

Parallel wurde im Sammellager des Papierpresswerkes für Altpapier des gleichen Betriebes ein Päckchen mit dem Flügelradsymbol für radioaktive Stoffe gefunden.

 

Die daraufhin verständigte Feuerwehr nahm die Standardmaßnahmen nach Feuerwehrdienstvorschrift vor: Gefahr erkennen, absperren, Menschenleben retten, Spezialkräfte verständigen (GAMS). Die Spezialkräfte, die in diesem Fall im Landkreis Gießen angefordert werden können, setzen sich aus den Feuerwehren Grünberg, Laubach, Gießen, Lollar, Linden und Heuchelheim zusammen und heißen GABC-Zug.

Der GABC-Zug des Landkreises Gießen ist in drei Gefahrstoffgruppen, Ost und West für chemische Stoffe, sowie eine Gruppe für Lagen mit radioaktiven Stoffen unterteilt. Zusätzlich gibt es eine Führungs-, Mess- und Dekontaminationskomponente. Um alle gemeinsam üben zu lassen, wurden auf dem Gelände der Firma Veolia in Linden drei Übungsszenarien aufgebaut, die parallel von den Gefahrstoffgruppen abgearbeitet wurden.

Die Gefahrstoffgruppen Ost und West, bestehend aus den Feuerwehren Grünberg, Linden und der Berufsfeuerwehr Gießen mussten jeweils einen leckgeschlagenen Tank abdichten und hierbei erkunden, um welche Gefahrstoffe es sich handelt, damit der Zugführer, unterstützt durch den Gefahrgutfachberater, die richtigen Maßnahmen einleiten konnte.

Parallel hatte die Einheit zur Bekämpfung von radioaktiven Stoffen aus Lollar die Aufgabe, ein mit Flügelradsymbol gekennzeichnetes Päckchen aus dem Papiermüll zu bergen.

Zur gleichen Zeit nahmen Messeinheiten der Berufsfeuerwehr Gießen und der Feuerwehr Großen-Linden Messungen an der Einsatzstelle und im Umkreis vor. Angeleitet durch den Gefahrgutfachberater und geführt durch den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Laubach wurden Wasserproben im angrenzenden Bachlauf genommen um festzustellen, ob Gefahrgut ins Wasser geraten war. Auch das angrenzende Naturschutzgebiet „Grube Fernie“ wurde zur Sicherheit beprobt.

Zum Übungsende mussten alle im Gefahrenbereich eingesetzten Einsatzkräfte diesen über den so genannten Dekonplatz verlassen, der von den Feuerwehren Großen-Linden und Heuchelheim betrieben wurde.

Nach Beendigung der Übung wurden die Feuerwehrkräfte von der Firma Veolia noch zum Grillen eingeladen um auch gleichzeitig die Übungsnachbesprechung durchzuführen.

Die Übung wurde vom stellvertretenden Zugführer des GABC-Zuges, Markus Trinklein, dem Gefahrgutfachberater Dr. Ulrich Laub und von Dr. Dirk Krambrich ausgearbeitet. Diese sowie der stellvertretende Zugführer Holger Statt, der die Einsatzleitung inne hatte, zeigten sich sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen und bedankten sich bei dem Vertreter der Firma Veolia für die Übungsmöglichkeit und die Verpflegung.

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